Start mit "Aaach und Krach"

Schon meine Geburt hatte es in sich. An einem 1. August erblickte ich das Licht der Welt. Unter widrigen Umständen. Von allen guten Geistern verlassen und von der Außenwelt  vergessen. Wortwörtlich mutterseelenallein.  In Leoben,  in der Steiermark. Im dortigen Landeskrankenhaus.

 

Der Kreißsaal war an diesem Tag eine Baustelle, überhaupt nicht einsatzbereit. Was heißt hier Kreißsaal? Es war das Epizentrum des Baulärms und wir  mittendrin. Abgeschoben  und schlicht-weg vergessen. Von den "Geburtshelfern". Da halfen kein Jammern und keine Hilfeschreie meiner Mutter.  Der höllische Lärm der Schlag-bohrmaschinen und Stemmeisen übertönte alles. Die Hebamme und Schwestern waren zu dieser Zeit unabkömmlich. In ihrer Kaffeepause. So waren meine Mutter und ich auf uns alleine angewiesen. Erst nach einer  guten Stunde wur-den wir  quasi beiläufig entdeckt....und die Nabelschnur getrennt.