Von der Klassischen Werbung ins Dialogmarketing

Mein Werdegang in der Werbung war nicht immer einfach, manchmal sogar richtig tough.  Aber wenigstens wurde es nie langweilig. Nach Stationen in nationalen und internationalen Klassischen Werbeagentur suchte ich eine neue Herausforderung im Dialog-Marketing. Also dort, wo es vornehmlich nicht nur darum ging Meinungen zu verändern, sondern Handlungsweisen. Dort stieg ich beim Marktführer Ogilvy&Mather Direkt als Account Director ein.

 

Nach vier toughen und lehrreichen Jahren wechselte ich zu DMB&B, einem amerikanischen klassischen Agentur-Netzwerk. Dort bot man mir die Chance, eine Unit für Dialog-Marketing aufzubauen. Eigentlich ein Vorhaben, das ähnlich schon von vielen Wettbewerbern versucht wurde. Aber ausnahmslos alle scheiterten daran, dass diese Units nie aus innerer Überzeugung gegründet wurden, sondern reaktiv auf Kundenwunsch. So entstanden mehr oder weniger „exotische“ Abteilungen, die von den klassischen Kollegen nur widerwillig und auf Kundendruck an die „Fresstöpfe“ heran gelassen wurden.

 

Ich hingegen suchte mein Glück im freien Markt mit eigenen Kunden. Von Anfang an unternahm ich alles, um eine eigene Marke aufzubauen. Aufträge für bestehende Kunden aus dem Portfolio von DMB&B nahm ich (gerne) als Zugaben an. Das war die richtige Strategie. Diese funktionierte so gut, dass aus der Unit schnell eine Tochterfirma wurde. DMB&B Dialog.

Diese Tochterfirma, also DMB&B Dialog entwickelte sich ebenfalls gut. Weite-stgehend unabhängig von der Mutteragentur, so dass es nur eine Frage der Zeit war, in Dorfer Dialog umzufirmieren .

 

Diese Fakten sorgten auch zu einer kompletten Abna-belung. Da nur 5% des Umsatzes mit gemeinsa-men Kunden der Muttera-gentur erzielt wurden und das Image  meiner Unit das der Mutteragentur weit überstrahlte, entschloss ich mich schließlich zu einem Management-Buyout. In zähen Verhandlungen einigte man sich schließlich und so kaufte ich meinen Ex-Kollegen das Geschäft ab, das ich für sie fast ohne deren Hilfe über Jahre aufgebaut hatte. (Worüber ich mich nicht beklage. Denn schließlich hatten sie mir die Chance zum Start gegeben...)